24.04.2008
Produktbezogene CO2-Bilanz von Konsumgütern
Pilotprojekt zur Ermittlung und Kennzeichnung der Klimarelevanz von Konsumgütern.

Immer mehr Unternehmen untersuchen die Chancen, die ein aktiver Umwelt- und Klimaschutz für den
unternehmerischen Erfolg offerieren kann. Nach Angaben des Umweltbundesamtes werden e
twa 40 % der klimarelevanten Emissionen jedes Bundesbürgers durch Ernährung und Konsum verursacht. Bislang haben Verbraucher jedoch kaum die Möglichkeit, klimafreundliche Angebote zu erkennen und bei Ihren Kaufentscheidungen zu berücksichtigen. Einheitliche und nachvollziehbare Kommunikationsansätze zur CO2 -Bilanz von Konsumgütern fehlen bisher.

In einem Pilotprojekt, initiiert durch das WWF, das Öko-Institut, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und THEMA1 wird untersucht, ob und gegebenenfalls wie eine Kommunikation und Kennzeichnung für Waren und Dienstleistungen gegenüber den Endverbrauchern erfolgen kann.

Das Pilotprojekt mit den sechs Unternehmenspartnern (dm-drogerie markt, FRoSTA, Henkel, Tchibo, T-Home und Tetra Pak) aus den Branchen Lebensmittel, Handel, Telekommunikation, Verpackung und Verbrauchsgüter führte am 15. April ein erstes öffentliches Symposium in Berlin durch.

Matthias Kopp, WWF, Berlin: „Die saubere Kenntnis der eigenen CO2-Emissionen ist die Grundvoraussetzung für eine zukunftsfähige Klima- und Unternehmensstrategie. Diese Kenntnis am Produkt an den Konsumenten weiterzureichen, ermöglicht diesem dann erst klimaverträgliche Kaufentscheidungen zu treffen!“

Vergleichbare Ansätze werden bereits in anderen Ländern wie Frankreich, Österreich und der Schweiz diskutiert.

Weiterführende Infos unter 
http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/PCF_Pilotprojekt_Deutschland_-_Projekttraeger.pdf